Das Vorhaben "Posch"


Genau genommen nicht mein eigenes Vorhaben, sondern das von Frank Lettenewitsch, der am Stadttheater in Konstanz bisher 981 Rollen gespielt hat und von Hamlet über König Ottokar bis Jacques Prévert sein Fach beherrscht wie kein zweiter. Er ist nicht nur Schauspieler, sondern auch schöpferischer Regisseur und hat ein neues Stück mit dem schlichten Namen "Posch" entwickelt. Grundlage sind Poschs merkwürdige Texte. Es ist fertig, aber bis es auf die Bühne kommt, wird der Rhein noch einige Kubikmeter Wasser durch den Bodensee befördern.

Auf wunderbare Weise wird Carolin Maiwald mitwirken (siehe Fotos oben und unten). Sie ist inzwischen nicht mehr am Stadttheater Konstanz, aber ihr wundersames Mitwirken hängt davon nicht ab.

Wer noch mitwirkt, steht in den Sternen. Der Österreicher Christian Higer, der vom Landestheater Linz nach Konstanz kam, sollte die Hauptrolle spielen. Der ist aber inzwischen nicht mehr in Konstanz, sondern am Theater in Würzburg. Lettenewitsch und Higer grübeln darüber, ob in Würzburg dieses Stück herauskommen soll. Ob ihnen das gelingt, weiß der Deibel. Ich glaub 's nicht recht. Glücklicherweise handelt es sich um ein zeitloses Stück, das nicht veralten kann. Wenn es erst 2009 auf die Bühne kommt, ist das halb so schlimm.

Diese Verzögerungen sind natürlich trotzdem bedauerlich. Wie kam 's dazu? Lettenewitsch und Higer sind vielbeschäftigte Schauspieler. Sie wurden im Stadttheater Konstanz so eingesetzt, dass sie nie Zeit hatten, zusammen das geniale Stück "Posch" zu verwirklichen. Immer wenn der eine gekonnt hätte, konnte der andere nicht. So ist das halt. Wurde "Posch" vom Stadttheater absichtlich oder unabsichtlich hintertrieben? Merksatz: Große Kunst wird immer hintertrieben!

Ich werde hier gelegentlich Nachrichten über den Stand der Dinge ausstreuen. Wenn Sie daran Anteil nehmen wollen, schauen Sie ab und zu hier vorbei. Neuigkeiten werde ich sofort auf diese Seite setzen.